Hintergrund

Die Geschichte beschreibt die emotionale Zerissenheit zweier Menschen, denen, bevor sie aufeinandertreffen, in ihrer Entwicklung jeweils ein essentielles Problem zu schaffen macht. Peter Lorent ist Akademiker mit abgeschlossenem Studium, allerdings ohne beruflichen Erfolg. Er sieht das selbst in seiner ihn zeitlebens plagenden Bequemlichkeit begründet, die dazu geführt hat, daß er sich, anstatt sich selbst weiter zu entwickeln, auf die Berufstätigkeit seiner Frau verlässt. Daraus entwickelt sich eine Lebensunzufriedenheit, die zu Beziehungskonflikten in seiner Ehe führt. Gleichzeitig vermißt er in seiner Beziehung etwas Essentielles, Tiefgründiges, was er in der Zuneigung zu Victoria Filby zu finden glaubt.

Victoria Filby ist eine Pianistin und Universitätsdozentin, die dazu in ihrem Kinder- und Jugendleben als erfolgreiche Serienschauspielerin tätig war. Zu diesem Erfolg aber ist sie von ihrem Vater getrimmt worden. Erfolg sei wichtiger als Emotionen, war dessen Wahlspruch, von dem Victorias Erziehung geprägt war und was zu familiären Konflikten führte. Dementsprechend hat Victoria es nicht gelernt, ihre Emotionen einzuschätzen und mit dem Bauch zu entscheiden, sondern nur mit dem Kopf. Deswegen geht ihre erste Beziehung in die Brüche. Und auch die Ehe mit ihrem Mann Linus steht unter keinem guten Stern, da diese, durch das Verhalten ihres Mannes geprägt, eigentlich nur auf dem Papier existiert. Victoria kann sich allerdings nicht dazu durchringen, die Ehe zu beenden, da sie einerseits auf eine Verhaltensänderung von Linus hofft und andererseits rechtliche Konsequenzen bei einer Trennung befürchtet.

In Stockholm lernen sich Victoria und Peter kennen und sind sich auf Anhieb sympathisch. Dadurch und durch die schwelenden Konflikte im Hintergrund beider Personen, kommen sich die zwei näher und verlieben sich. Dabei lernt Peter die positive Kehrseite seiner Problemmedaille kennen. Der berufliche Erfolg, um den er Victoria beneidet, scheint für sie nicht das Wichtigste zu sein, im Gegenteil, sie findet den familiären Einsatz, den Peter zu Hause vor allem mit seinen Kindern leistet, als etwas ganz Besonderes, was gesellschaftlich nur allzuoft übersehen wird. Auf der anderen Seite zeigt Peter Victoria auf, dass es durchaus legitim ist, Entscheidungen nicht nur mit dem Kopf zu fällen, sondern auch ruhig mal sein Herz nach dem zu fragen, was richtig oder falsch ist. Dieser Austausch ist es letztendlich, der die tiefgehende Zuneigung der beiden Hauptcharaktere ausmacht.