Der Ort

Die Geschichte spielt in der norwegischen Hauptstadt Oslo, wo die beiden Protagonisten Julius und Anna aufeinander treffen.
Oslo ist wie andere skandinavische Städte geprägt durch die typischen skandinavischen Lichtverhältnisse im Sommer und Winter, wie auch durch die ruhige Mentalität der Menschen. Im Sommer, insbesondere zur Mittsommerzeit, ist es in der Stadt trotz vieler Touristen nicht überlaufen, wie in vielen anderen internationalen Großstädten. Die Stimmungen sind sehr wetterabhängig; und so, wie letzteres schnell wechseln kann, unterliegen auch die Stimmungen einem stetigen Wandel. Bei klarem Wetter und strahlendem Sonnenschein, der sich bis in die späten Abendstunden erstrecken kann, zieht es die Menschen nach draußen. Wer nun hektisches und schnelles Treiben in der Stadt vermutet, liegt falsch; vielmehr handelt es sich dann um ein eher gemütliches Gewimmel von Menschen in der Stadt, wo es  Spass macht alleine oder zusammen zu flanieren; und das bis spät in den Abend, wenn sich die Sonne lange am Horizont befindet und den Fjord in ein eigentümliches Licht taucht. Man merkt dann manchmal nicht, wie spät es in Wirklichkeit schon ist.  Es ist nie zu heiß, eher zu kühl, und in den Abendstunden empfiehlt es sich auch im Sommer eine Jacke mitzunehmen, wenn man in Richtung Fjord spaziert.

Ist das Wetter hingegen kalt und regnerisch, herrscht insbesondere Abends eine seltsame Stimmung. Da die Sonne kaum untergeht und dieses Wetter nicht gerade zu abendlichen Spaziergängen einläd, kann  eine gedrückte Stimmung durch die wenig bevölkerten aber immer noch hellen Strassen aufkommen, die wenn es dunkel wäre, wohl nicht so wirken würde. Da es aber noch hell ist, realisiert man nicht, dass es eigentlich schon spät am Abend ist und viele Leute sich eben schon zur Ruhe begeben haben.

Eine ganz besondere Stimmung ergibt sich, wenn das Wetter im Sommer diesig ist. Diesiges Wetter erinnert eher an Tristesse als an sommerliche Urlaubsträume. Nicht so in Oslo; besonders auf den Fjordinseln und deren Strandabschnitten entwickelt sich dann eine heimelige, wenn auch melancholische Atmosphäre, die aber eher beruhigend und nicht deprimierend wirkt.

Julius lernt Anna auf ihrer Insel kennen und verbringt unter anderem dort viel Zeit mit ihr. Geprägt durch die beschriebenen Stimmungsmuster ist auch das Zusammensein der beiden Charaktere: mal ausgelassen heiter, mal nachdenklich melancholisch; eine sich langsam entwickelnde Beziehung ist es, in der die beiden Hauptcharactere in einer nicht hektischen Umgebung viel Zeit haben, um über Essentielles im Leben zu sprechen und zueinander zu finden, wenn ihnen auch klar ist, dass es vielleicht nur eine Zweisamkeit auf Zeit ist.